CIMT -

(Constraint Induced Movement Therapy)

Voraussetzung, um an der Therapie teilzunehmen

Das Training kann sehr anstrengend sein und es ist Patienten zu empfehlen, die therapeutisch belastbar sind und eine sehr hohe Therapiemotivation haben. Die Therapie ist nach derzeitigem Kenntnisstand nur zu empfehlen, wenn der betroffene Arm und die betroffene Hand bestimmte Mindestkriterien der Bewegungsfähigkeit erfüllen. Bei ausgeprägter Sprachstörung (Aphasie) oder ausgeprägten Hirnleistungsminderungen (z.B. Aufmerksamkeit, Gedächtnis) ist die Therapie eher nicht zu empfehlen.

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Mindestkriterien

  • Anheben des Arms von Bein auf Tisch
  • Beginnende Greiffunktion, vor allem Streckung der Finger um Gegenstand loszulassen
  • Keine ausgeprägten Schmerzen
  • Keine starke Tonuserhöhung (Spastik)

Methodik

Patienten, die nach einem Schlaganfall einen gelernten Nicht-Gebrauch aufweisen, sollen durch forcierte Benutzung des betroffenen Armes wieder Arm- und Handfunktionen erlernen und diese in den Lebensalltag integrieren. Ziel ist, dass der betroffene Arm entsprechend seiner Möglichkeiten im Alltag wieder benutzt wird.

  • Während der Trainingsphase wird der nicht betroffene Arm mit einer Schiene immobilisiert. Das bedeutet, die Patient:innen tragen an dem gesunden, nicht eingeschränkten Arm den größten Teil des Tages eine Armschiene. Die Aufgabe ist nun, den betroffenen Arm, entsprechend der Möglichkeiten, für alle Tätigkeiten des Alltags einzusetzen.
  • Dazu kommt eine intensive Beübung de Armes unter therapeutischer Anleitung. Es wird ein alltagsbezogenes fein- und grobmotorisches Training, das auf dem Prinzip der Wiederholung basiert, in der Einzel- und Gruppentherapie durchgeführt.
  • Beim ca. zweistündigen täglichen Training / Eigentraining sowie für den überwiegenden Teil des Tages (ca. sechs Stunden) bleibt die nicht betroffene Hand wie oben beschrieben immobilisiert.
  • Die Trainingsphase dauert mindestens 14 Tage.

Bei weiteren Fragen, stehen wir ihnen gerne zur Verfügung. Rufen Sie uns gleich an.

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